Google Optimize: In 4 Schritten zum perfekten Account Setup und was du dabei beachten musst12 min Lesezeit

Michaela Linhart 3 Comments

Google Optimize ist kostenlos und einfach in der Bedienung. Tests sind schnell aufgesetzt und können super umfangreich ausgewertet werden. Zuallererst musst du jedoch den Optimize Account sauber, korrekt und einwandfrei aufsetzen. Wie das geht und was du dabei beachten musst erfährst du hier!

Die gute Nachricht: Das Account Setup von Google Optimize dauert nur wenige Minuten. Immerhin sind nur 4 Steps zu bewältigen. Dennoch gibt es ein paar Dinge die dabei beachtet werden müssen – und die schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

Bevor der Google Optimize Account eingerichtet werden kann, müssen 5 Voraussetzungen erfüllt sein:

Voraussetzungen für die Nutzung von Google Optimize

  1. Google Account: Damit du dich bei Google Optimize anmelden kannst, brauchst du einen Google Accountso wie bei allen anderen Google Produkten auch. Wenn du noch keinen Google Account hast, dann erstell dir gleich hier einen.
  2. Google Chrome Browser: Google Optimize nutzt eine Browser Extension für seinen virtuellen Editor. Mit diesem können Test-Varianten einfach und ohne Programmier-Kenntnisse modifiziert werden. Die Extension ist nur für Google’s Chrome Browser verfügbar. Falls Chrome also noch nicht dein Standard-Browser ist, lade ihn dir hier herunter.
  3. Google Chrome Browser Extensions: Im Anschluss benötigst du noch die Chrome Extension. Diese muss direkt im Chrome installiert werden. Hier der Link zum Download.
  4. Universal Analytics: Weiters muss Universal Analytics (analytics.js) auf deiner Website implementiert sein. Google erzwingt hier die Nutzung von Google Analytics. Wenn du Google Analytics noch nicht im Einsatz hast, dann erstelle dir hier einen Account. Wie du GA einbaust, erfährst du direkt im Tool.
  5. Sourcecode Änderungen: Damit du Optimize nutzen kannst, musst du in der Lage sein Änderungen im Quellcode deiner Website vornehmen zu können.
  6. (optional) Google Tag Manager Account: Google Optimize kann nativ auf der Website oder via dem Google Tag Manager implementiert werden. Wenn du bereits den GTM im Einsatz hast, bietet es sich an, diesen für die Ausspielung von Optimize zu nutzen. Andernfalls kannst du dir hier einen GTM Account anlegen. In diesem Fall empfehle ich dir jedoch, Optimize nativ auf deiner Website einzubinden. Dazu aber später mehr…

Jetzt aber: Google Optimize Account Setup

Google Optimize ist in 4 einfachen Schritten aufgesetzt. Das schöne: Wie von Google gewohnt ist der Weg super intuitiv und ziemlich selbsterklärend. Trotzdem: Folge dieser Anleitung für ein sauberes Setup.

  1. Google Optimize Account erstellen
  2. Google Optimize Container erstellen
  3. Google Optimize mit Google Analytics verlinken
  4. Google Optimize Container auf der Website einbauen

Die Schritte gehen wir jetzt Step-by-Step durch:

Step 1: Google Optimize Account erstellen

Rufe die Google Optimize Website unter https://www.google.com/analytics/optimize/ auf. Rechts oben befindet sich ein großer, grüner “Sign up for free” Button. Über diesen wirst du auf die Optimize Willkommens-Seite weitergeleitet. Das Setup beginnt.

Im folgenden werden ein paar Einstellungen abgefragt. Lies sie dir genau durch: Du musst nicht überall zustimmen! Z.B. wenn du keine Tipps oder Produkt Ankündigungen erhalten möchtest, dann wähle “Nein, danke”. Ich möchte beispielsweise nicht an Umfragen teilnehmen…

Google Optimize Account Setup: Email Optin

Bild: Google Optimize Account Setup – Email Opt-in

Ebenfalls möchte ich meine Optimize Daten nicht an Google senden oder einem Google Verkaufs Experten Zugriff auf meinen Optimize Account geben. Diese Einstellungen sind standardmäßig angehakelt, können jedoch abgewählt werden – auch jederzeit im Nachhinein.

Bild: Google Optimize Account Setup - Account Einstellungen

Bild: Google Optimize Account Setup – Account Einstellungen

Der Optimize Account

Im Anschluss landest du auch schon in deinem Google Optimize Account – und zwar in der Container Übersicht. Dazu gleich mehr…

Bild: Google Optimize Account Übersicht

Bild: Google Optimize Container Übersicht

Der Account ist die oberste Hierarchie-Ebene in Optimize – ähnlich wie bei Google Analytics bzw. noch ähnlicher wie im Google Tag Manager.

Hinweis: Pro Unternehmen wird üblicherweise ein Account erstellt z.B. für das Bioweingut Arkadenhof Hausdorf.

Optimize Account Namen ändern

Um den Account Namen zu ändern klicke oben links auf das Logo: Neben “My Account” und “My Container”. So gelangst du in die Optimize Account Übersicht.

Bild: Google Optimize Account Übersicht

Bild: Google Optimize Account Übersicht

Unter dem blauen „Create Account“ Button in der Mitte des Bildschirms befindet sich ein kleines Menü mit 3 Button: Ein plus (+), zwei Maxis und drei Punkte. Hier werden die Account-Einstellungen vorgenommen.

  • (+): Über das Plus kannst du einen neuen Container anlegen.
  • (Maxi): Hier befindet sich die Nutzerverwaltung. Du kannst anderen Personen Admin- oder User-Zugriff auf deinen Optimize Account geben. Für den Container sind Lese-, Schreib-, Editier- oder Publish-Rechte verfügbar. Ebenfalls kannst du hier Personen den Zugriff auf deinen Container verwehren. Beachte: Personen, denen du Zugriff auf Optimize geben möchtest, brauchen ebenfalls einen Google Account.
  • (3 Punkte): Über dieses Menü kannst du die Account Details editieren, Account Aktivitäten anschauen sowie den Account löschen. Wir wollen den Account editieren um den Account Namen auf z.B. “Bioweingut Arkadenhof Hausdorf” zu ändern. Hinweis: Google fragt hier ob du den Datenverarbeitungsvertrag sowie die Nutzungsbedingungen akzeptieren möchtest. Das musst du natürlich!
Bild: Google Optimize Account editieren und Account Namen ändern

Bild: Google Optimize Account editieren und Account Namen ändern

Als nächstes wird der Optimize Container erstellt bzw. eingerichtet:

Step 2: Google Optimize Container erstellen

Klicke nun auf den automatisch erstellten Container, der vermutlich noch “My Container” heißt. Du gelangst zurück in die Container Übersicht: Hier wirst du dich in Zukunft am meisten aufhalten!

Bild: Google Optimize Container Übersicht

Bild: Google Optimize Container Übersicht

Der Optimize Account

In einem Account können ein oder mehrere Container erstellt werden. Ein Container ist dabei eine Konfigurationseinheit eines Optimize Accounts. In ihm werden Experimente angelegt.

Bild: Google Optimize Account und Container Hierachie

Bild: Google Optimize Account und Container Hierachie

Hinweis: Pro Website wird üblicherweise ein Container erstellt z.B. www.hausdorf.at

Optimize Container Namen ändern

Im Menü Rechts unter “Manage Accounts and Users” können nun die Container Einstellungen editiert und somit der Container Name geändert werden.

Meine Website und somit mein Container heißt: www.hausdorf.at

Bild: Google Optimize Container editieren und Account Namen ändern

Bild: Google Optimize Container editieren und Container Namen ändern

Hinweis: Im Menü Rechts leitet dich Google nun durch den weiteren Setup Prozess und hilft dir dabei, dein erstes Experiment anzulegen. Um gewisse Stolperfallen zu vermeiden, empfehle ich dir trotzdem parallel dazu diesen Blogbeitrag zu lesen!

Step 3: Google Optimize mit Google Analytics verlinken

Als nächstes muss Google Analytics mit Google Optimize verknüpft werden. Warum MUSS? 

1. Weil nur ein erfasster Hit in Google Analytics, auch ein erfasster Hit in Google Optimize ist.

D.h. wird in Google Analytics ein Filter angewendet z.B. um internen Traffic aus der Datenansicht auszuschließen, wird interner Traffic auch aus Optimize ausgeschlossen. Demnach ist es extrem wichtig, die richtigen Filter Einstellungen in GA zu wählen!

2. Weil wir natürlich das volle Potential von Google Optimize ausschöpfen wollen – und das geht insbesondere durch die Verknüpfung beider Tools.

Denn einerseits können durch die Verknüpfung die Ziele aus GA in Optimize genutzt werden. Und andererseits kann das komplette und viel detailliertere Reporting der Experimente direkt in GA gemacht werden. Mehr Vorteile dazu findest du in meinem vorherigen Blogbeitrag.  

Bild: Google Optimize mit Google Analytics verknüpfen

Bild: Google Optimize mit Google Analytics verknüpfen

Weiter im Setup-Prozess:

Um Optimize mit Analytics zu verknüpfen, wähle den 2. Step in der Container Information von Google und klicken auf “Link Property”.

Es öffnet sich ein Pop-Up, indem über ein Drop-Down das gewünschte Analytics Property ausgewählt werden kann. Wichtig: Es werden nur jene Properties angezeigt, auf die du Bearbeiten-Rechte hast.

Darunter werden alle Views je Property aufgelistet. Mittels Häkchen kann ausgewählt werden, welche Analytics View(s) mit dem Optimize Container verknüpft werden soll.

Bild: Google Analytics Verknüpfung in Google Optimize

Bild: Google Analytics Verknüpfung in Google Optimize

Hinweis: In Google Optimize können die Ziele aus GA genutzt werden. Aber: Pro GA View können max. 20 Ziele eingerichtet werden. Das ist das Limit (auch für 360-User)! Alternativ können Ziele auf Basis von Pageviews oder Events direkt in Optimize hinterlegt und zum testen genutzt werden.

Step 4: Google Optimize Container auf der Website einbauen

Optimize Account und Container erstellt: check!

Analytics und Optimize verknüpft: check!

Zuletzt muss nur noch das Optimize Code Snippet auf der Website implementiert werden.

Dies kann über folgende zwei Wege erfolgen:

  • Nativ, d.h. direkt, auf der Website
  • Via Google Tag Manager 

Native Optimize Implementierung

In diesem Fall wird das Optimize Code Snippet direkt auf einer Website implementiert. Die genaue Anleitung erhältst du direkt im Google Supportcenter.

Zusammengefasst: Der folgender Tracking Code soll am Besten auf jeder Seite deiner Website und zwar so weit oben im <HEAD> wie nur irgendwie möglich eingebaut werden.

<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
ga('create', 'UA-111111-1', 'auto');
ga('require', 'GTM-TM8BBKF');
</script>

Nicht vergessen: UA-ID und Optimize-GTM-ID ändern.

  • UA-ID: Die UA-ID ist deine Google Analytics Property-ID, in der die Optimize Daten einfließen sollen.
  • GTM-ID: Die Optimize-GTM-ID findest du unter “Manage Accounts and Users” z.B. GTM-TP8BBKF.

Hinweis: Die Optimize-GTM-ID hat nichts mit dem Google Tag Manager zu tunobwohl beide IDs  mit “GTM-” beginnen. Vermutlich deswegen, weil sich Google Optimize und der Google Tag Manager im Backend sehr (sehr) ähnlich sind.

Optimize Implementierung via GTM

In diesem Fall wird ein Tag im Google Tag Manager angelegt und Optimize direkt über den GTM Pageview ausgespielt. Die genaue Anleitung findest du ebenfalls direkt im Google Supportcenter.

Zusätzlich sollte unbedingt noch das Page-Hidding Snippet nativ auf der Website implementiert werden. Dieses Snippet verhindert ein Flackern auf der Website, wenn die Original Website mit der Test-Variante überspielt wird. Das passiert vor allem bei langsamen langsamen Internet-Verbindungen.

Nativ vs. GTM: Was soll ich nehmen?

Von Google klar und deutlich empfohlen ist der 1. Weg: Die native Implementierung, weil der Optimize Tag dadurch schneller geladen wird und die Website die Variante früher ausspielen kann. Google empfiehlt auch hier das Page-Hidding Snippet einzusetzen, damit es zu keinem Seiten-Flackern kommt.

Ich persönlich fände die 2. Variante schöner, weil es praktisch ist: Tag erstellen, über den Pageview auf allen Seiten deployen, fertig.

Hier meine Erklärung, warum ich Optimize trotzdem nativ implementiert habe:

  • Optimize via GTM funktioniert nicht immer: Ich habe Optimize bisher auf 3 unterschiedlichen Websites implementiert: 2x hat es via GTM gut funktioniert, 1x gar nicht. Warum ist mir völlig unklar. Die Implementierung war in allen 3 Fällen die Gleiche.
  • Page-Hidding Snippet nicht benutzerfreundlich: Durch den Einsatz des Page-Hidding Snippets wird die Website zuerst komplett geladen, bevor sie dem User angezeigt wird. Das führt dazu, dass bei langsamer Internetverbindung die Website sekundenlang weiß bleibt: nämlich per Default-Einstellung mind. 4 Sekunden lang. Das habe ich umfangreich getestet und finde, dass es ganz und gar nicht benutzerfreundlich ist.
  • Aufwand Code Einbau in beiden Fällen der selbe: Der Aufwand das Page Hiding Snippet oder den Code nativ auf der Website zu implementieren ist der selbe. In beiden Fällen muss man an den Code ran. Und dann kann ich es „gleich gscheit machen“.

→ Meine Empfehlung: Native Implementierung!

Tipp: Kontrolliere auf jeden Fall auf der Live-Website ob Optimize tatsächlich und korrekt implementiert ist. Wenn ja, müsste das ganze so aussehen: (Rechtsklick in deiner Website und „Seitenquelltext anzeigen“ anklicken)

Bild: Sourcecode Testing ob Googl Optimize korrekt implementiert wurde

Bild: Sourcecode Testing ob Googl Optimize korrekt implementiert wurde

Zusammenfassung: Google Optimize Account Setup

Geschafft! 🙂

Das war’s: Mehr muss nicht getan werden, damit das Optimize Konto korrekt aufgesetzt ist. As easy as possible!

Jetzt kann auch schon mit dem Testing begonnen werden, d.h. das erste Experiment angelegt werden. Wie das geht und was alles beachtet werden muss, erfährst du in meinem nächsten Blogbeitrag.

Hier nochmal die 4 Steps zum korrekten und sauberen Setup von Google Optimize zusammengefasst:

  1. Zuerst wird ein Optimize Account erstellt…
  2. … sowie darin zumindest ein Optimize Container.
  3. Im Anschluss muss Google Analytics mit Google Optimize verknüpft werden: Property + Datenansicht.
  4. Und zum Schluss muss noch der Optimize Tracking Code nativ oder via GTM auf der Website implementiert werden.

→ Gleich weiter und dein 1. Experiment starten.

Comments 3

  1. Danke für die tolle Anleitung! Bei meinem Optimize Snippet ist noch ga(’send‘, ‚pageview‘); mit dabei => muss ich das ebenfalls weglassen, wenn gleichzeitig auch der Tagmanager implementiert ist? Vielen lieben Dank für eine Antwort!

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