Buchvorstellung: Google Data Studio – Professionelle Berichte und Dashboards10 min Lesezeit

Michaela Linhart Leave a Comment

Heute möchte ich dir ein neues Buch vorstellen, dass im Juli 2018 in der 1. Auflage erschienen ist: Google Data Studio – Professionelle Berichte und Dashboards erstellen von Sascha Kertzel und Sina Mylluks. Ein bisschen mehr als eine Buchrezension.

Olé Olé: Google Data Studio (GDS) ist da

Anfang 2017 hat nun auch Google ein Datenvisualisierungstool gelaunched, dass die Herzen von Datenanlysten und -enthusiasten höher schlägen lässt: Google Data Studio (GDS).

Das Großartige: Google stellt die ziemlich unlimitierte Version von Data Studio kostenlos zur Verfügung. (Das war nicht immer so geplant: Zu Beginn wollte Google z.B. max. 5 Reports pro User kostenlos herausrücken.)

Noch Großartiger: Neben Data Studio gibt es kaum eine andere so umfangreiche und professionelle Data-Management Plattform, die völlig kostenlos verfügbar ist. Noch dazu in der gewohnten Benutzerfreundlichkeit von Google Produkten und der starken Community im Rücken.

Ein harter Schlag für Tableau, Klipfolio & Co.

Aber sehr, sehr gut für uns… 😉

Data Studio: Daten präsentieren, die jeder versteht

Mit Google Data Studio lassen sich schnell und einfach übersichtliche Dashboards erstellen.

Hier als Beispiel: Ein Google Ads Dashboard.

Data Studio Template für Google Ads

Screenshot: Data Studio Dashboard für Google Ads

Hinweis: Dieses Dashboard kannst auch du nutzen! Es ist als Template in der Template Gallery von Data Studio frei verfügbar. In der Template Gallery findest du auch jede Menge andere Templates, die dir den Einstieg in Data Studio erheblich erleichtern.

Daten verknüpfen, Silos aufbrechen

Data Studio eignet sich natürlich hervorragend für die Daten-Repräsentation aus Google Produkten: Google Analytics, Google Ads, Google Search Console… Hierfür stellt GDS eine nahtlose Integration zur Verfügung, die mit drei Klicks eingerichtet ist.

Das Tolle ist, dass auch zahlreiche externen Datenquellen wie Criteo, Facebook Analytics, Mailchimp, deine Datenbank, usw. an Data Studio angebunden werden können. Mit dem neuen Blending Feature können Datenquellen sogar gejoint (vereint) werden.

Ein Beispiel: Mehrere Datenquellen in einem Report anzeigen

Data Studio Quellen verbinden

Screenshot: Data Studio Quellen verbinden (Quelle: LunaMetrics)

Noch ein Beispiel: Daten blenden

Data Studio Daten Blending

Screenshot: Data Studio – Daten Blending (Quelle: LunaMetrics)

Damit hilft Google die Silos im Unternehmen aufzubrechen und Daten aus verschiedenen Abteilungen zusammen zu führen.

Ist das awesome? Oder ist das awesome? 😱

Aber es geht noch besser…

Daten visualisieren und besser verstehen

Ein weiterer Vorteil ist, dass Data Studio Dashboards optisch sehr, sehr schön aufbereitet und individuell gestaltet werden können: Farben, Schriften, Logos, Bilder… alles angepasst an dein Corporate Design, personalisiert für dein Unternehmen.

Klingt fürs erste banal. ABER: Da können die nativen Google Analytics Dashboards nicht einmal annähernd mithalten. Und auch die selber mit Excel oder Google Spreadsheet zusammengebauten Reports haben kaum noch eine Chance…

Ein weiteres Beispiel: Website Summary Dashboard

Data Studio USP: Daten selber erforschen

Meiner Meinung nach ist das größte, beste und coolste USP von GDS eindeutig die dynamische Verwendung der Dashboards: Statt täglich statische PDFs per Email zu verschicken, die ohnehin nur in den Posteingängen verstauben, können Data Studio Reports in mehrerer Hinsicht dynamisch gestaltet werden.

Hinweis: In Data Studio gibt es KEINE Möglichkeit Reports als PDF per Email zu versenden. Diese Funktion stellt Google bewusst nicht zur Verfügung. Manche Chefs bestehen aber auf tägliche Email Updates. In diesem Fall kannst du mein Schedule & Send Email Add-On für Google Spreadsheets nutzen und den Link zum Data Studio Report per Email versenden.

Weiterer Vorteil: Die wichtigsten Dimensionen können gefiltert werden z.B. das Land, die Gerätekategorie oder die Kampagne. So braucht nicht für jede Kampagne ein eigener Report erstellt werden. Yes: Arbeitserleichterung hoch 10!

Data Studio Dashboard Filter

Screenshot: Data Studio Dashboard – Filter (in gelb markiert)

Auch das Datum kann frei ausgewählt werden: Standardmäßig sind z.B. 28 Tage voreingestellt. Das ist aber individuell änderbar. Das ist super praktisch wenn noch einmal ein Blick auf die letzte Kampagne geworfen und dabei nicht fünf Stunden in die Suche des Reports investiert werden soll…

Data Studio Dashboard Data Range Selector

Screenshot: Data Studio Dashboard – Data Range Selector

Und auch die Diagramme sind dynamischer als in einem PDF: Fährst du mit der Maus drüber erhälst du Detail-Informationen. Genauso wie in Google Analytics.

Richtig konfiguriert kannst du direkt via Diagramme zooms und drill-downs einstellen, sodass die Daten nochmal tiefer erforscht werden können, falls benötigt.

Bonus: Data Studio Dashboards werden automatisch upgedatet. Du erhältst immer die aktuellste Version des Dashboards ohne selbst das Datum ändern zu müssen.

Hinweis: Ganz unten in den Data Studio Reports siehst du wann die Daten zuletzt aktualisiert worden sind.

Fazit: Das alles zusammen machen Data Studio Reports für ihre Anwender selber „rum klickbar“, selber analysierbar, selber erforschbar. Nicht so umfangreich und teilweise komplex wie in Google Analytics. Sie sind aber eben auch nicht so starr wie PDFs.

Dashboard werden somit wertvoller für ihre Anwender.

Daten teilen: Sharing is caring

Mega genial ist auch, dass Google Data Studio auf dem Prinzip von Google Drive aufbaut: Dashboards können mit wenigen Klicks mit Kollegen geteilt werden – auch wenn diese gar keinen Google Account haben.

Es gibt unterschiedliche Rechte für Nutzer, denen Reports freigegeben werden: Von reinen Lese-Rechten über Kommentar-Rechte bis hin zum bearbeiten und Hinzufügen neuer Freigaben. Alles wie gewohnt aus Google Drive…

Noch cooler: An Dashboards kann kollaborativ zusammengearbeitet werden – ebenfalls genau wie in Google Drive Dokumenten.

Klingt genial?

Ist es auch… also gleich los und durchstarten:  https://datastudio.google.com/

Jaaah… ganz so einfach ist es dann doch nicht…

Data Studio Buch: Mit Data Studio durchstarten

Auch wenn Data Studio ein Google Produkt ist.

Auch wenn Data Studio benutzerfreundlich und grundsätzlich super einfach in der Verwendung ist.

Aller Anfang ist schwer.

Bevor du zehntausend Tutorials durchliest und dich am Ende des Tages von vorne bis hinten nicht mehr auskennst, empfehle ich dir einen einfachen Einstieg: Das Google Data Studio Buch von Sascha Kertzel und Sina Myllukus.

Das Buch ist erst vor kurzem und ganz frisch in der 1. Auflage erschienen und zeigt Schritt für Schritt, wie du

  • Dashboards in Data Studio konzipierst,
  • Berichte und Datenquellen verwaltest und
  • Best Practice im Team zusammen arbeitest.

Inklusive Fallstudien, Vorlagen und zahlreichen Tipps und Tricks.

Bestens geeignet für Analysten und Marketer.

Der Buchinhalt im Überblick

Das 391 starke Buch ist in mehrere Teile gegliedert: Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit dem Einstieg in Google Data Studio. Grundlagen, Funktionsweise, Features und das erste eigene Dashboard.

In den weiteren Kapiteln geht es dann um die Planung von Dashboards und Datenvisualisierung selber – immer im Kontext mit Google Data Studio.

Fallstudien und Vorlagen liefern den praktischen Teil und machen das ganze Thema greifbarer.

Topp sind auch die Tipps für die tägliche Arbeit mit dem Tool.

Die Inhalte im Überblick:

  • Erste Schritte in Google Data Studio
  • Datenquellen verbinden und bearbeiten
  • Daten transformieren
  • Planung und Datenvisualisierung
  • Berichte erstellen, teilen und verwalten
  • Berichte in externe Webseiten einbinden
  • Fallstudien
  • Im Team arbeiten
  • Tipps und Tricks für mehr Performance
  • Direkt einsetzbare Vorlagen
  • Glossar mit Fachbegriffen

Warum ich mich für dieses Buch entschieden habe

Bisher habe ich für Dashboards Google Spreadsheets in Kombination mit der Google Reporting API und meinem meinen Google Spreadsheet Plugin zur Automatisierung verwendet.

Funktioniert.

Sogar sehr gut.

ABER: Meine Dashboard-„Konsumenten“ wollen mehr.  Sie wollen “selber rum klicken”, selber erforschen und die Möglichkeit haben, tiefer in die Daten einzusteigen. Nicht so komplex wie Google Analytics aber auch nicht so einfach wie PDFs.

Auch müssen Daten da sein wenn sie gebraucht werden: Nicht erst drei Tage später, weil der Datenanalyst gerade im Urlaub ist und die Daten nicht aufbereiten kann. Sonst werden Business-Entscheidungen erst recht nach Bauchgefühl entschieden.

Das alles führt dazu, dass Spreadsheet Dashboards sehr bald an ihre Grenzen stoßen und doch wieder nur in der Schublade landen…

Das schmerzt mich als Datenanalyst natürlich sehr, weil hinter jedem Dashboard jede Menge Arbeit steckt.

Abgesehen davon ist es für das Unternehmen auch nicht zielführend: Wir wollen ja alle mit Daten arbeiten, also müssen sie so verfügbar gemacht werden, dass „Konsumenten“ sie nutzen.

>> Die einzige (leistbare) Lösung: Google Data Studio.

Löst alle Punkte von oben und ist zusätzlich:

  • Perfekt zum ausprobieren und herausfinden ob das Tool für dich geeignet ist, ohne dich dabei in langfristige Verträge und unkosten zu stürzen.
  • Perfekt um mit wenig Aufwand zu prüfen ob das Tool ins Unternehmen passt, ohne dabei das halbe Unternehmen auf den Kopf zu stellen.

Wenn’s passt: Hervorragend! Dann ran an die Arbeit!

Wenn’s nicht passt: Hast du nicht viel verloren. Ein Tag Arbeit, vielleicht zwei, die dir für Data Studio zwar nichts bringt, deine zukünftigen Dashboards trotzdem immens verbessern werden.

>> Damit ich eben möglichst schnell und strukturierter zu einem Ergebnis komme, habe ich mich für dieses spezifische Data Studio Buch entschieden. Weil mit Struktur startet es sich einfach leichter…

Mein persönliches Buch Fazit

Kurz und bündig: Top!

In der langen Version: Das Buch liefert tatsächlich einen perfekt strukturierten Einstieg: Einerseits in die Welt von Google Data Studio und andererseits (und fast noch wichtiger) einen Einstieg in die Welt von Reporting und Dashboards.

Das eine oder andere Kapitel geht dabei etwas zuuuu sehr in die Tiefe z.B. die Beschreibung der Grundrechnungsarten  oder die genaue Erklärung wie ein Community Connector selbst programmiert werden kann…

Angenehm ist die Tiefe hingegen bei der Beschreibung der Datenquellen-Verknüpfung für die einzelnen Google Produkte: Hier ist die Schritt-für-Schritt Anleitung bei der aller ersten Anwendung, wo alles noch kompliziert und mühsam erscheint, Gold wert.

Auch die Anleitung für die Erstellung des ersten eigenen Reports ist hervorragend, denn entweder du klickst dich zu Beginn selbst quer durchs Tool, um es kennen zu lernen, oder du folgst eben einer Anleitung wie dieser.

Allerdings, zugegeben: Zusätzlich zum Buch habe ich mir auch Video Tutorials z.B. von MeasureSchool angesehen, da das Praxis-orientierte nachklicken eines Videos nochmal einfacher ist als die Punkte theoretisch in einem Buch zu lesen.

Ein Buch ist halt doch ein Buch und für das Erlernen einer Software vielleicht nicht das aller beste Medium…

Deswegen finde ich: Die Kombination macht es aus.

  • Video-Tutorials vereinfachen den Einstieg und liefern später auch die zusätzliche Tiefe, die benötigt wird um gezielte Use Cases umzusetzen.
  • Ein allumfassendes Nachschlagewerk hilft jedoch den roten Faden nicht zu verlieren: Gezielt und strukturiert an die Sache ran zu gehen und dran zu bleiben.

Deswegen: Überzeug dich selbst

Überzeug dich von Google Data Studio.

Überzeug dich vom Data Studio Handbuch und nutze es als als allumfassenden Leitfaden um den Umgang mit dem Tool zu erlernen.

Hier findest du alle Infos zum Buch und kannst es direkt bestellen: https://amzn.to/2O4JrR5*

Sobald der Einstieg geschafft ist, ist der Rest easy. 😉

* Affiliate Link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.