Warum ich den Google Consent Mode derzeit nicht empfehle und wie du mit Cookiebot trotzdem DSGVO-konforme Webanalyse betreiben kannst25 min Lesezeit

Michaela Linhart 7 Comments

Seit Ende 2020 ist der Google Consent Mode verfügbar und seitdem scheiden sich die Geister. Ist er gut? Ist er schlecht? Brauchst du ihn? Jetzt? Morgen? Irgendwann? Und was ist das überhaupt? Die Antworten dazu findest du in diesem Blogartikel sowie eine Liebeserklärung an Cookiebot.

Disclaimer: Dieser Blogartikel liefert dir einen Überblick über den Google Consent Mode und das Consent Management Tool „Cookiebot“. Es sind Best Practice Empfehlungen, jedoch keine rechtssicheren Auskünfte. Bitte informiere dich unbedingt über die DSGVO-Vorgaben deiner Firma und nimm vor der Umsetzung meiner Empfehlungen ggfs. entsprechende Anpassungen vor.

DSGVO: Consent ist King🤴

Seit Mai 2018 ist die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) die datenschutzrechtliche Grundlage für das Erfassen, Verarbeiten und Speichern von personenbezogenen Daten in der EU.

Personenbezogene Daten: Das sind Daten, die eindeutig einer bestimmten Person zugeordnet werden können. Im Internet sind das bspw

  • Email Adressen,
  • IP Adressen,
  • Kundennummern (UserID) und
  • Cookies (ClientID).

Auf Email Adressen, IP Adressen und Kundennummern kann in der Webanalyse und generell im digitalen Marketing (wenn auch schweren Herzens) verzichtet werden.

Auf Cookies🍪 aber nicht, denn Google Analytics braucht Cookies um Interaktionen die User innerhalb einer Sitzung vornehmen eben dieser Sitzung zuordnen zu können.

Dafür setzt Google Analytics ein first-party Cookie Namens _ga:

Google Analytics Cookie _ga

Screenshot: Google Analytics Cookie _ga

Noch wichtiger: Anzeigensysteme wie Google Ads oder Werbenetzwerke wie das Google Display-Netzwerk (GDN) setzen sogenannte third-party Cookies um ebenfalls Informationen über Nutzer zu sammeln, die in weiterer Folge zur Optimierung der Anzeigen beitragen.

First-party vs. Third-Party Cookies: First Party Cookies werden von Websites gesetzt auf der User gerade surfen bspw das Google Analytics Cookie von meiner ANALYTICSkiste in deinem Browser.

Third Party Cookies werden hingegen durch Dritte gesetzt. Üblicherweise sind das Advertiser wie Google Ads um Werbung zu schalten bzw. zu optimieren.

Statt nerviger random Werbung, die nach dem Gießkannenprinzip verschüttet wird, erhältst du durch Cookies also exakt auf dich zugeschnittene, personalisierte Werbung. Stichwort: Profiling.

Eigentlich gar nicht soooo dramatisch, denn statt der hundertsten Auto-Werbung, die mich derzeit nicht interessiert, bekomme ich

  • Banner für Analytics-Konferenzen die demnächst stattfinden (yeah, geil – angemeldet!🤓),
  • Aktionen von einem österreichischen Supermarkt, bei dem ich Corona-bedingt online einkaufe und somit nicht vor die Türe gehen muss (awesome!💸),
  • Werbung, dass mein Lieblings-Eissalon geöffnet hat (25.2.21 → omg! Heute gibt’s das erste Eis des Jahres.🍨😍)

Ist das ein Nachteil? Ich finde nein.

Doch die DSGVO verbietet das Setzen von Cookies – auch wenn diese nur über random IDs (ClientIDs) verfügen. Da die random ID im Browser für zumindest sieben Tage gültig ist und den User somit eindeutig re-identifizieren kann, dürfen Cookies eben nicht mehr einfach so gesetzt werden.

Die Lösung: Man holt sich einfach die Zustimmung (auf Englisch: Consent), denn nicht mehr nur Content sondern auch Consent ist mittlerweile King.

Deswegen wurde spätestens seit Mai 2018 das ganze Internet mit nervigen Cookie-Bannern geflutet, die händeringend um die Zustimmung für das Setzen von Cookies werben: Magst du einen Keks? 🍪

Hinweis: Als treuer Webanalyst klicke ich natürlich überall ganz brav auf “zustimmen”, denn das wünsche ich mir von meinen Blogartikel-Lesern auch.

Zusätzlich hat auch Google auf die DSGVO reagiert und (wenn auch mit ein paar Jährchen Verspätung) in Google Analytics einige neue Datenschutzeinstellungen vorgenommen.

Hinweis: Eine Liste aller Datenschutzeinstellungen in Google Analytics findest du hier im Google Support Center.

Zusätzlich hat Google seit August 2020 all seinen Anzeigensysteme in das Transparency and Consent Framework (TCF) des IAB Europe integriert. Auch Google Analytics kann in TCF Version 2 integriert werden, um Werbefunktionen für User zu steuern, die gtag.js oder den Google Tag Manager verwenden.

Hinweis: Das TCF unterstützt Publisher, Technologieanbieter und Werbetreibende bei der Einhaltung der DSGVO- und ePrivacy Richtlinie durch die Erstellung eines Industriestandards. Alle Details dazu findest du auf der Website des IAB Europe.

Für jene, die sich gegen die Verwendung des TCF v2.0 entscheiden (User-Einwilligung braucht man natürlich trotzdem!) und um das Consent-Management für Google-Tags generell zu vereinfachen, führt Google eine neue Lösung ein: Den Google Consent Mode (auf Deutsch: Einwilligungsmodus).

Was ist der Google Consent Mode?

Der Google Consent Modus regelt das Verhalten der Google Tags (Analytics, Ads, Floodlight, Conversion Linker) auf Basis der Zustimmung bzw. des Consent deiner User.

Wichtig: Der Google Consent Mode ist derzeit noch Beta, siehe Google Support Center.

Hat ein User seine Einwilligung zur Erfassung, Verarbeitung und Speicherung seiner Daten auf deiner Website gegeben, bleibt alles wie bisher. Google Analytics und auch alle anderen Google Tags dürfen richtigerweise Cookies setzen und ihren Schabernack treiben.

Was ist aber wenn der User keine Einwilligung gibt? Wenn er also nicht in Google Analytics getrackt und keine personalisierte Remarketing Werbung erhalten möchte?

Dann dürfen die Google-Tags nicht gefeuert werden. Es dürfen keine Statistik- und keine Conversion-Daten erhoben sowie keine Cookies gesetzt werden.

Genau das regelt der Google Consent Mode:

Funktionsweise Google Consent Mode

Screenshot: Funktionsweise Google Consent Mode

Ohne Einwilligung werden mit dem Google Consent Mode also keine Daten in Universal Analytics oder Google Analytics 4 erfasst.

Hinweis: In vielen Blogartikeln ist zu lesen, dass du mittels Consent Mode aggregierte, rein anonymisierte Daten in deinem Google Analytics Konto erhältst. Das ist (zumindest derzeit) nicht der Fall!

Auch Simo Ahava schreibt, dass du ohne Zustimmung und mit Einbau des Google Consent Modes derzeit keine Daten in Google Analytics erhältst.

Update April 2021: Ab jetzt werden die GCM Daten für Conversion Modelling in Google Ads verwendet, damit Anzeigen besser optimiert werden können. Search Ads 360, DV360 und der Campaign Manager kommen „later this year“. Google Analytics wurde bisher noch nicht erwähnt, wird aber auch kommen – irgendwann.

Schauen wir uns gleich an wer Recht hat, davor noch eine wichtige Information:

Consent Mode != Consent Management Tool

Der Google Consent Mode ist KEIN Consent Management Tool, denn er regelt nur das Verhalten der Google Tags – ignoriert jedoch alle anderen Tags in deinem GTM wie bspw. das Facebook Pixel, Criteo oder Hotjar.

Außerdem übernimmt der Consent Mode NICHT die Dokumentation der Zustimmung deiner User. Laut DSGVO muss jedoch die Zustimmung schriftlich dokumentiert werden, sodass User jederzeit Auskunft über ihre Einwilligung haben können.

Deswegen brauchst du zusätzlich zur Nutzung des Google Consent Modes ein Consent Management Tool.

Die Auswahl dieser ist groß, denn der Markt wird geradezu überflutet von Anbietern. Einen aktuellen (2021) Vergleich findest du bspw. hier.

Zwei Consent Management Tool Anbieter stechen dabei besonders hervor:

Beide Tools sind nämlich derzeit die Einzigen, die eine nahtlose Integration mit dem Google Consent Mode haben – und das ist mega praktisch.

Cookiebot verfügt derzeit außerdem als einziges Consent Management Tool über ein fix fertiges Google Tag Manager Template und ist deswegen besonders schnell und einfach einsatzbereit.

Ein weiterer Vorteil von Cookiebot ist, dass es auch für kleinere Websites leistbar ist. Websites unter 100 Seiten können Cookiebot sogar kostenlos nutzen. Websites unter 500 Seiten zahlen gerade einmal €9 pro Monat und Websites unter 5.000 Seiten €21/Monat. Das ist ganz okay.

Cookiebot Banner

OneTrust hingegen ist eine ganze Consent Management Plattform. Das eigene Consent Tool heißt CookiePro. Das Pricing startet zwischen $10 und $45 pro Monat, was gerade für trafficstarke Seiten konkurrenzlos ist, da es keine Beschränkungen auf Pageviews, Seiten, etc. gibt.

Hinweis: Bei den Consent Management Tools muss man fairerweise auch Usercentrics und Consentmanager mit aufführen, die im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet sind und den Google Consent Mode angeblich ebenfalls nativ unterstützen (habe ich jedoch nicht getestet!). Danke @Andi Petzoldt für die Info! 😊

Als kleiner Website-Betreiber oute ich mich als großer Cookiebot Fan und zeige dir im folgenden, wie du den Google Consent Mode mit Cookiebot auf deiner Website implementieren kannst:

Schnellstart-Anleitung: Consent Mode Implementierung mit Cookiebot

Der Google Consent Mode (GCM) ist zusammen mit Cookiebot relativ schnell auf deiner Website implementiert, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

Voraussetzungen

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass du Zugriff auf den Quellcode deiner Website hast, denn der GCM-Code muss nativ und VOR dem Google Tag Manager Code auf deiner Website eingebaut werden.

Wichtig: Damit der Google Consent Mode korrekt funktioniert darf der Code NICHT mit dem GTM ausgespielt werden. Er MUSS nativ im Quellcode und VOR dem GTM-Code auf deiner Website eingebaut werden.

Nur dadurch können die Google Tags geblockt werden, wenn (noch) kein Consent gegeben ist.

Kommt ein User nämlich das erste mal auf deine Website und hat im Cookie-Banner noch nicht auf “Zustimmen” geklickt, dürfen DSGVO-konform KEINE Cookies gesetzt werden. Erst mit der Zustimmung darfst du Cookies setzen und die Google-Tags nachfeuern.

Eine weitere Voraussetzung ist die Nutzung des gtag (Global Site Tag), dem neuen Tracking Standard von Google Analytics 4, der auch für Universal Analytics genutzt werden kann. Der GCM arbeitet nur mit dem gtag zusammen.

Hinweis: Was der gtag ist und wie du ihn auf deiner Website implementierst erfährst du hier: gtag – Der neue Tracking Standard von Google Analytics 4

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann es mit dem Code Einbau weiter gehen:

Consent Mode Code Einbau

Hinweis: Bevor du den Google Consent Mode bei dir einbaust, lies mein Fazit und meine Empfehlung dazu.

Der Google Consent Mode ist eine API, die Cookiebot vollständig integriert hat. Um diese zu aktivieren, muss folgendes Code-Schnipsel nativ und VOR dem GTM Code auf deiner Website implementiert werden:

<script data-cookieconsent="ignore">
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag() {
dataLayer.push(arguments);
}
gtag("consent", "default", {
ad_storage: "denied",
analytics_storage: "denied",
wait_for_update: 500
});
gtag("set", "ads_data_redaction", true);
</script>

Das war auch schon der technische Part.

Die offizielle Google Consent Mode Doku empfiehlt zwar noch weitere Schritte – diese werden jedoch von Cookiebot übernommen. Das ist der große Vorteil, denn Cookiebot arbeitet nahtlos mit dem Consent Mode zusammen.

Hinweis: Bei Cookiebot findest du die offizielle Anleitung zum GCM Code-Einbau mit Cookiebot.

Als nächstes benötigst du einen Cookiebot-Account:

Cookiebot Account Setup

Wenn du bisher noch keinen Cookiebot Account hast, kannst du dich hier kostenlos bei Cookiebot registrieren.

Nach der Registrierung kannst du einen neuen Cookie-Banner erstellen, den du anschließend auf deiner Webseite aktivierst.

Um deinen Cookie-Banner zu erstellen, gehe in die Cookiebot-Einstellungen und lege eine neue Domaingruppe an:

Cookiebot Banner Setup - Neue Domaingruppe erstellen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Neue Domaingruppe erstellen

Wichtig: Wenn deine Website <100 Seiten hat und du Cookiebot kostenlos nutzen möchtest, achte darauf, dass du bei Abonnementplan “Gratistarif” auswählst. Andernfalls ist “Kostenlose 1-Monats Testversion” vorausgewählt. Nach dem Test-Monat werden die Kosten laut Pricing automatisch von deinem Konto abgebucht.

Füge nun den Domainnamen deiner Website unter “Domains” ein:

Cookiebot Banner Setup - Domainnamen eintragen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Domainnamen eintragen

Im “Dialogfeld” kannst du Einstellungen für deinen Cookie-Banner vornehmen:

Cookiebot Banner Setup - Dialogfeld Einstellungen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Dialogfeld Einstellungen

Ich habe als Vorlage “Pop-up” ausgewählt. Du kannst jedoch aus einer Liste an Dialogfeldern wählen und die verschiedenen Einstellungs-Möglichkeiten ganz nach deinen Bedürfnissen bzw. den DSGVO-Vorgaben deines Unternehmens anpassen.

Unter “Erklärung” kannst du den Dialogtext zur Cookie-Erklärung anzeigen lassen oder abwählen. Weitere Einstellungen gibt es nur in der bezahlten Version.

Bei “Inhalt” kannst du die Default-Texte des Cookie-Banners anpassen:

Cookiebot Banner Setup - Banner Inhalt anpassen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Banner Inhalt anpassen

Kopiere unter “Ihre Skripte” den zweiten Code für die Cookie-Deklaration:

Cookiebot Banner Setup - Skript Code kopieren

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Skript Code kopieren

Füge diesen Code auf deine Datenschutz-Seite ein um deine Datenschutz-Erklärung um die von Cookiebot gescannten Cookies zu erweitern. Der große Vorteil ist, dass die Cookie-Liste regelmäßig und automatisch von Cookiebot angepasst wird:

Cookiebot Banner Setup - Datenschutzerklärung anpassen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Datenschutzerklärung anpassen

Hinweis: Den ersten Code unter “Ihre Skripte” benötigst du nur, wenn du Cookiebot nicht über den Google Tag Manager einbaust. Ich empfehle jedoch die Nutzung des GTMs, da du mit diesem wesentlich flexibler bist.

Alle Vorteile zum Google Tag Manager erfährst du hier: 👇

Google Tag Manager - Das umfassende Handbuch

Wichtig ist, dass du dein Cookiebot-Setup speicherst (das habe ich nämlich beim ersten Mal vergessen🙄):

Cookiebot Banner Setup - Speichern nicht vergessen

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Speichern nicht vergessen

Du kannst deinen fertig konfigurierten Cookie-Banner unter “Vorschau” ansehen:

Cookiebot Banner Setup - Vorschau

Screenshot: Cookiebot Banner Setup – Vorschau

Perfekt! 👍

Jetzt fehlt nur noch der Cookiebot GTM Tag:

Cookiebot GTM Setup

Cookiebot kann ganz einfach über den Google Tag Manager ausgespielt werden. Der große Vorteil ist, dass Cookiebot für den GTM ein fixfertiges Template zur Verfügung stellt. Damit wird das Setup nochmals vereinfacht.

Cookiebot CMP Tag hinzufügen

Öffne den Google Tag Manager und gehe in den gewünschten Container. Wähle aus der Template Gallery den “Cookiebot CMP”-Tag aus und füge das Template deinem Container hinzu:

Google Tag Manager Setup - Cookiebot CMP Tag

Screenshot: Google Tag Manager Setup – Cookiebot CMP Tag

Tage in das Feld “Cookiebot ID” deine Cookiebot ID ein:

Google Tag Manager Setup - Cookiebot CMP Tag konfigurieren

Screenshot: Google Tag Manager Setup – Cookiebot CMP Tag konfigurieren

Diese findest du im Cookiebot Menü unter “Ihre Skripte”:

Cookiebot - Domaingruppen ID kopieren

Screenshot: Cookiebot – Domaingruppen ID kopieren

Füge dem Tag den “All Pages”-Trigger hinzu.

Speichern. Fertig.

Trigger für Google Tags

Nun benötigen alle Google Tags den “All Pages”-Trigger.

Beispiel Google Analytics 4 Configuration Tag:

All Pages Trigger für alle Google Tags

Screenshot: All Pages Trigger für alle Google Tags

Da Cookiebot mit der Google Consent Mode API nahtlos zusammenarbeitet, werden die Google Tags nun je nach Consent automatisch gefeuert oder blockiert.

Trigger für alle anderen Tags

Alle anderen Tags wie bspw. das Facebook Pixel, Criteo oder Hotjar, die eigentlich den “All Pages”-Trigger, DOM-Ready-Trigger oder Window Loaded-Trigger konfiguriert haben, bekommen einen neuen Cookiebot-Trigger.

Hinweis: Die offizielle Cookiebot Anleitung dafür findest du hier.

Dazu benötigst du die Cookiebot Consent-Variablen aus der GTM Template Gallery. Klicke auf “Variable Templates” und füge die “Cookiebot Consent State”-Variable in deinen GTM Container hinzu:

Google Tag Manager Setup - Cookiebot Consent Variable

Google Tag Manager Setup – Cookiebot Consent Variable

Im Anschluss erstelle drei Trigger:

cookie_consent_preferences -Trigger:

cookie_consent_preferences Trigger im GTM

Screenshot: cookie_consent_preferences Trigger im GTM

cookie_consent_statistics-Trigger:

cookie_consent_statistics Trigger im GTM

Screenshot: cookie_consent_statistics Trigger im GTM

cookie_consent_marketing-Trigger:

cookie_consent_marketing Trigger im GTM

Screenshot: cookie_consent_marketing Trigger im GTM

Nun kannst du deinen Tags die Cookiebot-Trigger zuordnen. Je nachdem in welche Kategorie sie fallen, wird der entsprechende Trigger gesetzt:

GTM Marketing Tags mit Cookiebot Trigger

Screenshot: GTM Marketing Tags mit Cookiebot Trigger

Hinweis: Alle anderen Tags wie bspw. Custom Events, Form Submissions oder Link Clicks brauchen keinen neuen Cookiebot Trigger, da sie sonst ebenfalls auf allen Seiten gefeuert werden.

Zudem basieren diese Tags auf anderen Tags. Google Analytics 4 Event Tags basieren bspw. auf dem GA4 Configuration Tag. Wird der Configuration Tag nicht gefeuert, werden auch die darauf basierenden Events nicht gefeuert.

GTM publishen nicht vergessen, damit die Änderungen auf der Website aktiv werden.

Herzlichen Glückwunsch🥳, deine Website ist jetzt DSGVO-konform mit Cookiebot und dem Google Consent Mode. 🙌

Cookiebot bereits in Verwendung und Consent Mode aktivieren?

Du hast Cookiebot bereits in Verwendung und möchtest zusätzlich den Google Consent Mode aktivieren?

Dazu musst du zwei Dinge tun:

1) Füge das Google Consent Mode Snippet entsprechend der Anleitung auf deiner Website hinzu.

2) Entferne alle bisher verwendeten Cookiebot-Trigger aus den Google Tags. Füge stattdessen bei allen Google Tags den “All Pages” Trigger hinzu, wie hier am Beispiel des Google Analytics 4 Configuration Tags:

Richtiger Trigger bei Cookiebot bereits in Verwendung und Consent Mode neu aktivieren

Screenshot: Richtiger Trigger bei Cookiebot bereits in Verwendung und Consent Mode neu aktivieren

Alle Google Tags sind:

  • Google Analytics Basis Tag (GA4 bzw. UA)
  • Google Ads Conversion Tags
  • Google Floodlight Conversion Tags

Cookiebot und der Google Consent Mode arbeiten jetzt nahtlos zusammen.✅

GTM publishen nicht vergessen, damit die Änderungen auf deiner Website aktiv werden.

Cookiebot ohne Google Consent Mode verwenden?

Du möchtest Cookiebot aber nicht den Google Consent Mode verwenden?

In dem Fall füge die neuen Cookiebot-Trigger auch den Google Tags hinzu:

Richtiger Trigger bei Cookiebot ohne Google Consent Mode

Screenshot: Richtiger Trigger bei Cookiebot ohne Google Consent Mode

Alle Google Tags sind:

  • Google Analytics Basis Tag (GA4 bzw. UA)
  • Google Ads Conversion Tags
  • Google Floodlight Conversion Tags

GTM publishen nicht vergessen, damit die Änderungen auf deiner Website aktiv werden.

Consent Mode Implementierung ohne Cookiebot

Du möchtest den Google Consent Mode zusammen mit einem anderen Consent Management Tool nutzen?

Da die Google Consent Mode API derzeit nur von Cookiebot und OneTrust integriert wurde, musst du dich in dem Fall selber darum kümmern, den Consent des Users in den Consent Mode zu integrieren.

Hinweis: Es ist anzunehmen, dass alle anderen Consent Management Tools und Plattformen demnächst ebenfalls den Google Consent Mode in ihren Systemen integrieren. Es lohnt es sich eventuell noch ein wenig abzuwarten.

Außerdem musst du dich bei Zustimmung selber um das nachfeuern der Tags kümmern, wenn du das volle Potential auszuschöpfen.

Das ganze wird also sehr schnell, sehr technisch und somit sehr kompliziert, deswegen sei an dieser Stelle an folgende Dokumentationen verwiesen:

Testing: Google Consent Mode

Ist der Google Consent Mode auf deiner Website aktiv, kannst du einige Test-Hits an Google Analytics senden um die Funktion zu überprüfen.

Testing mit Zustimmung

Das Wichtigste ist, dass die Google Tags nach Zustimmung erfolgreich ausgelöst und die Daten nach Google Analytics gesendet werden – also alles wie bisher funktioniert.

Um das zu testen, öffne einen Inkognito-Modus und ruf deine Website auf. Rufe zusätzlich die Developer-Console auf, indem du im Google Chrome auf F12 klickst oder im Browser mit einem Rechts-Klick das Menü öffnest und “Untersuchen” auswählst.

Navigiere in der Developer-Console auf “Network” und trage “collect” in das Suchfeld ein:

F12 Developer Console

Screenshot: F12 Developer Console

Klicke nun auf “Zustimmen” im Cookie-Banner und aktualisiere die Website. Das Network-Feld solle sich nun mit collect-Streams füllen.

Den Universal Analytics Pageview erkennst du am „collect?v=1….“ und wenn in den Query-String Parametern „t:pageview“ steht:

Universal Analytics Pageview Stream in der Developer Console

Screenshot: Universal Analytics Pageview Stream in der Developer Console

Überprüfe hier ob es einen Query String Parameter namens „gcs: G100“ gibt.

gcs steht für Google Consent.

Existiert dieser Parameter, ist der Google Consent Modus aktiv. Ist der Parameter nicht da, ist der Google Consent Modus inaktiv.

In meinem Fall ist der gcs-Parameter nicht verfügbar und das ist auch korrekt, denn ich habe ja auf Zustimmen geklickt und somit erlaubt Cookies zu setzen. Der Google Consent Mode ist damit inaktiv.

Perfekt, dass dürfte funktioniert haben. ✅

Wie sieht das ganze nun ohne Zustimmung aus?

Testing ohne Zustimmung

Um zu überprüfen ob der Google Consent Mode aktiv ist, öffne ein neues Inkognito-Fenster (altes schließen, neues öffnen).

Ruf wieder deine Website auf. Öffne erneut die Developer Console und aktualisiere deine Website. Klicke im Cookie-Banner auf “Ablehnen”. Das Network-Feld sollte sich wieder mit collect-Streams füllen.

Den Google Analytics 4 Pageview erkennst du am „collect?v=2….“ und wenn in den Query-String Parametern „en:page_view“ steht:

Google Analytics 4 Stream in der Developer Console

Screenshot: Google Analytics 4 Stream in der Developer Console

Hier siehst du auch den gcs:G100-Parameter (dritte Zeile von oben im Headers-Fenster), der kennzeichnet, dass der Google Consent Modus aktiv ist.

Das ist korrekt so, denn ich habe ja auf Ablehnen geklickt und somit verhindert das Cookies gesetzt werden.

Perfekt, dass dürfte ebenfalls funktioniert haben. ✅

Hinweis: Falls du das ganze in der Google Analytics Echtzeit (egal ob UA oder GA4) ebenfalls testet, bitte nicht wundern, dass hier die Hits trotzdem ankommen. Warum auch immer, denn diese Hits werden derzeit nicht in die Standard-Reports übernommen – das wäre auch fatal wie du hier nachlesen kannst.

ABER…

Wenn also KEINE Daten in den Google Analytics Reports (egal ob UA oder GA4) ankommen – nicht einmal aggregierte, anonymisierte Daten – wozu dann überhaupt der Google Consent Mode nutzen? Immerhin kann das jedes andere Consent Management Tool auch. 🤔

GCM Details: Cookieless Google Analytics

Im Detail ist es so, dass der Google Consent Mode keine Google Hits blockiert sondern nur den Storage Zugriff (Cookies, localStorage und andere Browserspeicher) regelt.

Gibt der User keine Zustimmung werden zwar keine Cookies gesetzt, die Google Tags werden trotzdem gefeuert, wie du beim Testing eben gesehen hast. Jedoch – und das ist der große Unterschied – cookieless, also ganz ohne Verwendung von Cookies.

Hinweis: Viele Blogs schreiben, dass Google Analytics 4 cookieless arbeitet. Das ist derzeit per Default nicht so – auch nicht wenn du den Google Consent Mode nutzt! Es gibt auch sonst keine Einstellung die du aktivieren kannst um in GA4 cookieless zu tracken.

Cookieless bedeutet, dass die Google Analytics Pageviews und Events trotz Ablehnung gefeuert werden – allerdings wird jeder Pageview einer eigenen Sitzung und erst recht einem eigenen User zugeordnet. Ohne Cookies ist der Browser nämlich dumm. Er merkt sich nicht, dass der User schon auf deiner Website ist und gerade zuvor eine Seite angeschaut hat.

Wie Cookieless-Tracking konzeptionell funktioniert, soll folgende Grafik veranschaulichen:

Funktionsweise Cookieless Tracking mit dem Google Consent Mode

Screenshot: Funktionsweise Cookieless Tracking mit dem Google Consent Mode

Jeder Page Reload erzeugt also eine neue Sitzung. Jede neue Sitzung erhält eine neue und somit DSGVO-konforme ClientID und wird somit als neuer User in Google Analytics gezählt.

Diese Daten scheinen aber NICHT in Google Analytics auf.

Das wäre auch fatal!

Stell dir vor 50 Personen geben Consent und werden somit richtig und wie gewohnt in Google Analytics erfasst: Einzelne Hits werden einer Sitzung zugeordnet. Mehrere Sitzungen werden dem User zugeordnet. Nichts außergewöhnliches.

Weitere 50 Personen geben jedoch KEINEN Consent. Diese erzeugen aber bspw. jeweils 2 Seitenaufrufe. Gezählt werden also 100 Personen mit 100 Sitzungen, weil der Browser ja “dumm” ist und sich nicht merkt, dass die Personen bereits da waren. Es gibt keine Zuordnung!

Würde man diese beiden Datenhaufen nun in denselben Datentopf schmeißen, würde das die Reports mehr als verfälschen. Du hättest einen deutlichen User- und Sitzungs-Zuwachs (bei gleichbleibenden Pageviews) und könntest dadurch annehmen, dass deine Website einen regelrechten Boost erfährt.

Das ist nur leider nicht so. Der Gegenteil ist der Fall: Ohne Consent, weniger User die auf deiner Website getrackt werden möchten und somit weniger Daten in Google Analytics.

Deswegen macht es überhaupt keinen Sinn die beiden Datenhaufen zu kombinieren – auch deshalb nicht, weil es unterschiedliche Tracking- und Verarbeitungsmethoden sind und du sozusagen Äpfel🍎 mit Birnen🍐 vergleichen würdest.

Und deswegen kommen bei Ablehnung trotz Einsatz des Google Consent Mode derzeit keine Daten in Google Analytics an.

Hinweis: Die Daten sind auch nicht in BigQuery verfügbar!

Gar nicht!

Auch nicht aggregiert!

Simo schreibt aber, dass Google diese Daten eventuell irgendwann für Modelling nutzen könnte. Modelling, das ist ein Ansatz von Google um mittels Hochrechnungen Datenlücken zu schließen. Grundlage dafür ist Google Signals bzw. Googles Cross-Device Graph.

Das macht durchaus Sinn, denn dann bekommst du tatsächlich aggregierte (und natürlich anonyme) Daten zur Verfügung gestellt, die zusammen mit deinen Zustimmern im selben Datentopf analysiert werden können. Gemeinsam ergibt das vermutlich eine ganz gute und relevante Datenbasis.

Das ist aber derzeit noch Zukunftsmusik🎵…

Spoiler: … wobei ich bei einem Googler gesehen habe, dass diese Möglichkeit schon aktiviert ist. Es wird also vermutlich nicht allzu lange dauern bis da was geiles kommt. 🙊

Fazit und warum ich den GCM sofort wieder entfernt habe

Es ist also tatsächlich so, dass der Google Consent Mode derzeit nichts anderes regelt als jedes andere Consent Management Tool auch – mit Beschränkung auf die Google Tags und ohne Dokumentation der Zustimmung.

Zusätzlich werden durch den GCM deine Daten, wenn auch cookieless und völlig anonym, an Google gesendet – und zwar nicht in dein Google Analytics Konto sondern auf irgendwelchen Google Servern:

Tatsächliche Funktionsweise Google Consent Mode

Screenshot: Tatsächliche Funktionsweise Google Consent Mode

Eigentlich genau das, was der User nicht möchte – und eigentlich auch das, was ich nicht möchte!

Bleibt mir nur ein Kopfschütteln: WTF?!

Raus damit! Kein Consent Mode auf meiner ANALYTICSkiste.

Nachteile: Google Consent Mode

Die Nachteile des Google Consent Mode und warum ich mich gegen die Nutzung entschieden habe:

1.) Der GCM blockiert keine Hits, sondern setzt bei Ablehnung keine Cookies (cookieless). Die Google Tags werden trotzdem gefeuert.

2.) Derzeit scheinen keine aggregierten und anonymisierten Daten in Google Analytics auf, obwohl sie an die Google Server gesendet werden.

3.) Der Google Consent Mode ist derzeit noch in Beta.

Hinweis: Ich denke aber, dass sich Google (wie immer) etwas sinnvolles dabei gedacht, den Consent Mode zu entwickeln. Zukünftig wird er vermutlich auch der way-to-go sein um Google Tags DSGVO-konform zu nutzen.

Aber und ebenfalls wie immer, launcht Google seine Produkte sehr früh und nutzt die Welt als Beta-Tester – was auch absolut in Ordnung ist.

Ich persönlich finde aber, dass der Consent Mode derzeit noch nicht einsatzbereit ist, denn wenn ich schon nicht selber von meinen Google Analytics Daten profitieren kann, dann soll Google das erst recht nicht. Und ganz ehrlich, so gern habe ich Google auch nicht, dass ich meine Daten einfach so übermittle.

Stattdessen setze ich derzeit vollständig auf Cookiebot:

Vorteile: Cookiebot

Der große Vorteil von Cookiebot und warum ich mich für dieses Consent Management Tool entschieden habe ist, dass Cookiebot

  • super leicht auf der Website integrierbar ist, wenn du bereits den Google Tag Manager nutzt, da Cookiebot fix fertige GTM Templates zur Verfügung stellt.
  • dir automatisch eine Cookie-Liste für deine Datenschutzerklärung zur Verfügung stellt und regelmäßig aktualisiert – kein zusätzlicher Aufwand für dich.
  • nahtlos mit dem Google Consent Mode zusammenarbeitet (für später notwendig!).
  • kostenlos für eine Domain mit max. 100 Seiten bzw. kostengünstig für größere Seiten ist. Es ist ein Tool für jedermann und keine super komplexe, gigantische Consent Management Plattform.

Das hat mich überzeugt, deswegen meine Empfehlung: 👇

Cookiebot Banner

Fragen?

Du hast eine Frage zum Google Consent Mode oder Cookiebot?

👉 Immer her damit. Ich helfe wo ich kann.

Schreib auch gerne in die Kommentare ob du den Google Consent Mode nutzt, wie zufrieden du mit ihm bist und welche Vorteile er aus deiner Sicht hat – oder ob du ebenfalls meiner Meinung bist und momentan die Finger von ihm lässt.

Happy Analyzing,

deine Michaela

Alle Links zu kostenpflichtigen Tools sind Affiliate Links.

  • Tim sagt:

    Hallo Michaela

    danke für diesen tollen Artikel. Bist du dir sicher, das Cookies (ClientID) personenbezogene Daten sind? Ich kann diese ja nicht wirklich 1 zu 1 zuordnen?

    Vorteile des GCM, den ich noch sehe, ist das Tracken von Google Ads Conversion (anonymisiert) und somit bessere Auswertung deiner Google Ads Kampagnen.

    Nochmals danke für den tolle Content, den du immmer erstellst.

    • Hallo Tim,

      vielen Dank für den Vorteil – das ist natürlich ein guter Grund den GCM zu nutzen. :-))

      Bezüglich ClientID: Da habe ich mich an diesen Blogartikel von Cookiebot orientiert. Cookiebot schreibt, dass auch random IDs als personenbezogen gelten, wenn sie immer gleich bleiben und den User somit re-identifizieren.

      Vermutlich ist das Auslegungssache aber sehr streng genommen, ist das Setzen jedes Cookies ohne Consent nicht erlaubt. :-/

      Liebe Grüße,
      Michaela

  • Dominik sagt:

    Hallo Michaela,

    der Artikel über den Consent Mode ist sehr gut und umfassend geschrieben!

    Ich habe die erste Info zum Google Consent Mode letztes Jahr zum Anlass genommen, um den Google Consent Mode für unsere Website im Rahmen eines Proof of Concept zu testen.

    Dabei haben wir exakt festgestellt was du schreibst – er funktioniert – aber die Daten werden nicht in unsere GA Properties geschrieben.

    Meine Fragen dazu in Simos Blog hat er beantwortet, dass das auch nicht der Plan für den GCM sei. Also: Wozu das Ganze?

    Ich hätte ja eine Verwässerung der Visits hingenommen, nur um die Kampagnen, die zum Teil mangels Consent nur zu einem geringen Prozentsatz getrackt werden, besser und pauschal tracken zu können. Aber das geht offenbar nicht.

    Und: einige Datenschützer meinen, alleine, wenn man generell Daten an Google schickt, müsse man wegen Möglichkeiten des Fingerprintings auch einen Consent einholen.

    Siehst du eine andere Chance Daten von Cookie-Ablehnenden tracken? Server Side Tagging? Andere cookieless Tools parallel verwenden?

    Meine Vermutung ist ja, dass Google für GA4 den Consent Mode aus der Kiste zaubert und dann auch Daten schreiben lässt.

    Was meinst Du? Ich bin sehr gespannt!

    Liebe Grüße,
    Dominik

    • Hallo Dominik,

      vielen Dank für deine ausgezeichnete Frage. Momentan sehe ich das nämlich genauso wie du: Wozu das Ganze?

      Allerdings hätte ich in Simos Blogbeitrag schon auch rausgelesen, dass uns die Daten irgendwann zur Verfügung gestellt werden – nämlich über diese momentan noch sehr mysteriösen Modellierungsansätze über die Google dort und da gerne spricht.

      Google meint ja, dass Datenlücken, die durch DSGVO und Cookies entstehen, zukünftig über bestimmte Modellierungsansätze geschlossen werden können.

      Grundlage dafür ist einerseits Google Signals, also Googles Cross-Device Graph, und andererseits vermutlich auch FLoC (federated learning of cohorts).

      Wie das ganze aussieht, welche Daten wir bekommen, wo wir das sehen werden ist jedoch momentan noch Zukunftsmusik.

      Ich denke, dass Google aber selber gerade noch sehr viel testet und ausprobiert. GA4 steckt ja noch in den Kinderschuhen. Ich kann mir aber vorstellen, dass bis GA4 tatsächlich Marktreif wird und Universal Analytics absetzt, könnte so eine Lösung verfügbar sein. Timeline: 1-3 Jahre?!

      Liebe Grüße,
      Michaela

      • Dominik sagt:

        Hallo Michaela,

        was ist denn dein Tipp, was die beste Lösung ist, um unser seit 12 Monaten anhaltendes Defizit bei den Daten zu unseren Kampagnen am besten auszugleichen?

        Ist Serverside Tagging verlässlich und zu empfehlen? Ein cookieloses Tool parallel laufen lassen?

        Wir launchen gerade unsere neue Seite in Sitecore und Sitecore Analytics und haben daher ohnehin schon zwei Systeme am Start, die ich versuche mit Plausible cookielos zu verifizieren. Dazu kommt der Umzug demnächst von UA zu GA4.

        Ich möchte halt nicht zuviel Durcheinander in meinen Daten veranstalten.

        Danke für deine weitere Einschätzung und schöne Grüße nach Wien

        Dominik

        • Hallo Dominik,

          also momentan gibt es tatsächlich keine gute Lösung um das Datendefizit auszugleichen. Es ist ein Problem, dass derzeit jeder hat.

          Serverside Tagging / Tracking ist derzeit in Beta und kann momentan einfach noch nicht das, was sich jeder wünscht. Das wird kommen und einige haben auch jetzt schon ein paar ausgeklügelte Ideen aber das ist auch wieder mit sehr viel Aufwand verbunden. Markus Baersch hat in seinem Blog auch interessante Beiträge dazu.

          Ein Cookieloses Tool parallel laufen lassen: Ja könnte man machen – welches schlägst du vor? Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass da jemand viel weiter ist als Google.

          Bezüglich Umzug zu GA4: Bitte nur im Paralellbetrieb, da GA4 momentan noch in einer sehr frühen Phase steckt.

          Du wirst also um die vielen Tools nicht ganz herumkommen; zumindest also Sitecore Analytics, UA und GA4 parallel laufen haben.

          Da muss man dann einfach schauen wo die besten Daten sind und was als beste Datenquelle für Analysen genutzt werden kann.

          Am schönsten ist natürlich wenn alle Daten irgendwie kombiniert werden und es einen einzigen Datenpool gibt. Dann sprechen wir aber von Customer Data Plattformen – suuper spannend aber auch wieder ein Tool mehr und deswegen keine bessere Datenbasis.

          Also es ist tatsächlich einfach grad schwierig.

          Die schnellste und einfachste Lösung ist, die User dazu motivieren beim Cookiebanner auf „akzeptieren“ zu klicken, weil Consent ist king.

          Liebe Grüße,
          Michaela

          • Dominik sagt:

            Hallo Michaela,

            vielen Dank für dein Feedback – das hilft sehr, wenn ich sehe, dass ich nicht alleine bin mit dem Problem.

            Zum Thema cookieloses Tracking haben wir mal testweise zur Überbrückung bis der Consent Mode funktionieren sollte plausible.org eingeführt. Kleines Tool, das nicht allzu viele Zahlen bietet, das aber hilft zu verstehen, wieviele Visits wir wirklich auf der Seite haben.

            Auch wenn keine Sessions getrackt werden und alles 1-Seiten-Besuche sein sollten.

            Ein ernstzunehmender Ersatz für Google Analytics ist das nicht. Das wäre schon eher etracker

            Liebe Grüße,
            Dominik